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Wieso Inbound Marketing für Tourismus-Unternehmen essenziell ist

Was ist Inbound Marketing?

Inbound Marketing ist ein Marketingansatz, mit dem potenzielle Kunden in jeder Phase ihrer Customer Journey optimal erreicht werden. Unternehmen können ihre Leads effizient segmentieren und die richtigen Personen mit den richtigen Botschaften und auch über die richtigen Kanäle (z.B. Social Media, E-Mail, etc.) ansprechen. Durch eine automatisierte Kommunikation werden Leads individuell und effizient weiterentwickelt. Gleichzeitig werden die im Verlauf der Customer Journey gesammelten Nutzerdaten in einem zentralen CRM gesammelt und eine 360° Kundensicht ermöglicht. Daraus lässt sich die Kommunikation durch Marketing Automation und Machine Learning weiter optimieren und skalieren.

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Wie funktioniert Inbound Marketing im Tourismus?

Die gute Nachricht zuerst: Unternehmen der Reise- und Freizeitbranche haben in der Regel eine riesige Liste von Leads. Die schlechte Nachricht: nicht alle Leads sind «gleich». Darunter befinden sich Freizeitreisende, Geschäftsreisende, einige mögen Inlandreisen, andere bevorzugen Reisen ins Ausland, einige mögen individuell zugeschnittene Angebote, während andere möglichst einfache Pauschalreisen möchten… diese Liste geht weiter und weiter.

Je nachdem, in welcher Phase sich der potenzielle Kunde gerade befindet, wird er in seiner Onlinerecherche von spezifischen Inhalten angezogen. Es muss also berücksichtigt werden, wonach und wie Interessenten im Internet suchen, aber auch wann sie nach diesem Inhalt suchen.

Zum Beispiel möchte eine Nutzerin gerne irgendwohin verreisen. Sie kennt das Ziel noch nicht und muss auch die Entscheidung treffen, in welchem Hotel sie übernachten soll. Angenommen «wir» sind dieses Hotel, dann müssen wir zuerst unser Reiseziel optimal verkaufen und schliesslich auch unser Hotel als die perfekte Unterkunft für ihren Urlaub positionieren.

Inbound-Marketing passt perfekt zu allen 5 «Stages of Travel», die von Google Research identifiziert wurden:

DREAMING

In der Dreaming-Phase denkt der Benutzer ans Reisen, weiss aber nicht, wann und wohin er verreisen möchte. Er hat eine Idee und beginnt herauszufinden, welche Ziele interessant für ihn sein könnten. An dieser Stelle prüft der Reisende beispielsweise, wie sein Ziel aussehen könnte, an das er mit Kindern reisen kann, ein Ziel mit Wassersportangebot, etc. Interessenten können und möchten sich in dieser Phase mit Blog- und Social Media-Inhalten, Infografiken, usw. beschäftigen und sind affin für Newsletter mit den richtigen Inhalten.

PLANNING

In der Planungsphase kennt der Reisende bereits sein Ziel und plant nun den Rest seines Urlaubs: das Hotel, was er besuchen möchte, Restaurants zum Essen, etc. Interessenten sind fokussiertere Marketing qualifizierte Leads (MQL) und interessieren sich sehr zum Beispiel für Videos, Guides, Kataloge, Checklisten, Chats etc.

BOOKING

Interessenten sind in dieser Phase bereit, sich in Kunden zu verwandeln. Sie werden zu Reisemarken tendieren, die sie kennen und denen sie vertrauen – d.h. zu solchen, die die Grundlagen gelegt und eine Beziehung durch die Phasen Dreaming & Planning aufgebaut haben. In dieser Phase möchte sich der potenzielle Kunde mit individuellen Angeboten, Incentives oder Rabatten auseinandersetzen.

EXPERIENCING

Kunden haben ihre Reise gebucht, der Inbound-Marketingprozess hört aber hier nicht auf! Den Kunden werden nun Inhalte zur Verfügung gestellt, welche ihre Erfahrungen zur Reisemarke verbessern (z.B. Upgrade-Angebote, Packlisten, Infografiken, Videos über Ausflüge, Infos zur Vermeidung von Währungsumrechnungsgebühren, Beratung bezüglich Roaming- oder Ferngesprächskosten usw.).

Diese Phase kann in Vorerleben, Erleben und Nacherleben unterteilt werden. So können z.B. in der Phase Vorerleben schon Inhalte zum Reiseziel erstellt werden, damit der Kunde die Reise bereits vor dem Antritt erlebt.

SHARING

An dieser Stelle ist es wichtig, Strategien zu entwickeln, die den Benutzer einladen, die Reisemarke auf Social Media zu erwähnen. Wer teilt nicht gerne auf Social Media seinen Mojito den er gerade am Strand trinkt? Die Nutzer wollen nicht nur reisen, sondern auch, dass andere wissen, wie viel Glück sie haben. Man sollte es ihnen leicht machen Inhalte zu teilen: Geolokalisierung, kostenloses WiFi im Hotel, Wettbewerbe, etc. Spätestens während der Verarbeitungsphase haben sich die Kunden im Idealfall zu Markenbotschaftern entwickelt. Sie sind inspiriert und motiviert ihre positiven Erfahrungen zu teilen.

Fazit

Inbound Marketing und die Tourismus-Branche können eine perfekte Symbiose bilden. Richtig eingesetzt, kann Inbound Marketing einen grossen Einfluss auf das Wachstum haben, ist nachhaltig und messbar.

Quelle: Google «Five stages of travel».

Digitales Tourismus-Marketing – Der Guide zur 360° Customer Journey