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Was ist Inbound Marketing?

Was ist Inbound-Marketing?

Die Art der Kommunikation hat sich in den letzten 20 Jahren sehr verändert – und trotzdem stehen die klassischen Medien immer noch stark im Fokus. Das Verständnis fehlt, dass nicht nur die Medienlandschaft sondern auch das Verhalten der Kunden und die Erwartungen an Ihr Unternehmen sich massgeblich verändert haben. Dies wiederum hat zur Folge, dass auch das Marketing sich ändern muss.

Natürlich ist jedes Unternehmen online aktiv, doch der Hauptfokus liegt immer noch auf dem Produkt oder der Dienstleistung des jeweiligen Unternehmens und weniger auf dem Bereitstellen von nützlichen Informationen zum entsprechenden Themengebiet. Was hat nun Inbound-Marketing damit genau zu tun – wir erklären es Ihnen in diesem Artikel.

Definition Inbound-Marketing?

  • Inbound-Marketing ist eine Marketing-Methode, die darauf basiert, von Kunden gefunden zu werden.
  • Im Gegensatz zum klassischen Outbound-Marketing, bei dem Nachrichten an Kunden gesendet werden, wie es mit Mailings, Plakaten, Radio- und TV-Werbung, Flyern, etc. üblich ist.
  • Ein wichtiger Teil zur Kundengewinnung und Kundenbindung im Inbound-Marketing ist die Content-Marketing-Strategie sowie E-Mail-Marketing, ein CRM-System, Lead Nurturing und Marketing Automation.

Viele Marketer haben begriffen, dass Online ein neues Medium ist. Doch wenige wissen wie dieses korrekt einzusetzen ist und aus diesem Grund wird es häufig ähnlich genutzt wie die klassischen Medien, die bereits seit Jahrzehnten im Einsatz sind. Ob Radio, TV oder Print, viele Marken unterscheiden nur in welchem Format ihre Werbung gezeigt wird und nicht welche Botschaften sich auf welchen Kanälen am besten eignen würden.

«Mehr als 85% der Kaufentscheidungen werden bei der Recherche im Internet gemacht.»

Studien zeigen, dass sich Kunden vor einem Kauf auf Portalen und Blogs nach Kundenbewertungen und Informationen rund ums Thema ausreichend informieren. Dies führt dazu, dass das Pre-Shopping im Internet knapp 85% des Kaufentscheids ausmacht. Das wiederum zeigt uns, dass es essentiell ist, den potenziellen Kunden die richtigen Informationen zur richtigen Zeit zur Verfügung zu stellen.

Inbound-Marketing ist genau das Gegenteil des klassischen Marketings. Es spricht Interessenten mit nützlichen Inhalten an und das eigene Produkt oder die eigene Dienstleistung stehen weder im Mittelpunkt noch werden sie massiv beworben. Der werberesistente Kunde soll mit Hilfe von einer Content-Welt, bestehend aus Zusatzinformationen, Erfahrungsberichten, Tipps & Tricks, Kundenbewertungen und vielem mehr, erreicht werden. Diese Evolution erfordert ein Umdenken von Push- hin zum Pull-Marketing.

Marketing muss einen Mehrwert bieten.

Viele Unternehmen fokusieren sich darauf genügend Traffic zu generieren und ein gutes Ranking bei Google zu erhalten. Das Ranking ist wichtig, aber nicht das Wichtigste. Denn 80% der User verlassen die Seite umgehend wieder, wenn sie nicht die gewünschten Informationen finden oder sich über die zu platten Werbeslogans gestört fühlen. Auch eine gross aufgesetzte Paid Strategie, die einem den ersten Platz bei Google verschafft, ist wichtig – aber nicht alles. Denn 70% der Links, die geklickt werden, sind organisch. Das heisst neben Google-Ranking und Paid Strategien muss das Marketing einen Mehrwert bieten, durch nützliche Inhalte und Lösungsansätze für potenzielle Kunden – und darf auf keinen Fall störend wirken.

«Inbound-Marketing bietet potenziellen Kunden Lösungen an.»

Das Inbound-Marketing, wie es zum Beispiel HubSpot betreibt, umfasst 3 Phasen:

1. Anziehen

In der ersten Phase sind die Themen SEO, Social Media, Blog und die Content-Strategie sehr wichtig. Ihre Kunden beginnen ihren Kauf online und benutzen in der Regel eine Suchmaschine, um sich zu informieren.

«Mit gutem Content Zugang zur eigenen Zielgruppe erhalten – ohne das Produkt in den Fokus zu stellen.»

Erstellen Sie für Ihren Blog ansprechende Inhalte. So wecken Sie das Interesse von potenziellen Kunden und auch die Suchmaschinen können zufrieden gestellt werden. Je bekannter Ihre Marke dann im Netz ist, desto mehr Einfluss erhalten Sie über Ihre eigene Reichweite. In dieser Phase geht es hauptsächlich darum nützliche Informationen, hilfreiche Tools und Inhalte in Form von Whitepapers, E-Books, Checklisten, etc. zur Verfügung zu stellen. Der Content muss informativ sein, die Besucher ansprechen und deren Fragen beantworten. Somit erhalten Sie unverbindlich einen Zugang zur eigenen Zielgruppe ohne das Produkt in den Fokus stellen zu müssen.

2. Interagieren

In dieser Phase spielen Storytelling, Call-to-Action Buttons und Landingpages eine zentrale Rolle. Sobald die Interessenten auf die von Ihnen selbst erstellten Inhalte stossen, gilt es sie davon zu begeistern. Somit besteht die Möglichkeit, dass sie den Content in ihrem Netzwerk über Social Media teilen, und dies ist gut, da die «Social-Sharings» eines Artikels auch einen Einfluss auf das Google Ranking haben. Interagieren Sie mit den Interessenten auf die Art und Weise welche diese bevorzugen. Dies können Live-Chats, Formulare auf Ihrer Webseite oder persönliche Meetings sein.

«Vertiefen Sie die Beziehung in dem Sie relevante und hilfreiche Inhalte kostenlos anbieten.»

Als nächstes geht es darum, die Besucher in Leads umzuwandeln. Beantworten Sie Fragen und bieten Sie relevante und hilfreiche Inhalte an. Dies können Checklisten, Branchenreports oder ähnliches sein, welche kostenlos heruntergeladen werden können. Solche Inhalte haben die unterschiedlichsten Formate. Dadurch vertiefen Sie automatisch die Beziehung zu Ihren Besuchern und können diese zu Leads konvertieren. Auch aus der SEO-Sicht ist dieser Schritt von hoher Bedeutung, da Google sich immer mehr dem Leseempfinden des Nutzers anpasst.

«Mit automatisierten E-Mails und Workflows unterstützen Sie Ihren Vertrieb und Ihr Marketing.»

Das Interesse der richtigen Besucher ist geweckt und die richtigen Leads gewonnen. Nun sollen diese Leads zu Kunden gemacht werden. Wie geht das am besten? Pipeline-Management, Lead-Nurturing, E-Mail-Marketing, Automatisches Lead-Scoring, etc. vereint in einem CRM-System helfen Ihnen in dieser Phase, zum richtigen Zeitpunkt mit den richtigen Leads schneller und einfacher Geschäfte abzuschliessen.

3. Begeistern und binden

Ihre Kunden sollen ein grossartiges Erlebnis mit Ihrem Unternehmen haben. In dieser Phase geht es darum Kunden zu Fans zu machen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie sich gut um sie kümmern, sie begeistern und ihnen zum Erfolg verhelfen. Denn eine Stimme eines zufriedenen Kunden ist mehr Wert als ein Inserat in einer Zeitung. Überzeugte Kunden kaufen mehr, bleiben länger treu, werden zu Fans und werben automatisch für Ihre Produkte und Dienstleistungen.

«Inbound-Marketing ist kein kleiner Teil des Marketings – sondern eine komplette Unternehmensstrategie.»

Beim Inbound-Marketing geht es um eine persönliche Ansprache und die Pflege von Beziehungen. Es ist eine Langzeitinvestition und kann daher nicht als alleinstehendes Instrument eingesetzt werden.

Fazit

Möchten Sie Ihr Unternehmen nach Inbound-Marketing ausrichten, dann muss Ihnen bewusst sein, dass dies nicht nur ein kleiner Teil des Marketings ist, sondern eine komplette Unternehmensstrategie. Jede Abteilung muss sich nach dem Pull-Prinzip ausrichten, damit der Gesamteindruck nach aussen vollständig ist. Wenn man es schafft diesen Prozess in ein Unternehmen zu integrieren, dann kann man eine Marke aufbauen die Emotionen, Beziehungen und Loyalität vereint.

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